Geschichte
Matthys Klemm, Augst, 1999 
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Die ersten Zeugnisse eines christlichen Lebens in unserer
Region datieren vom 4. Jahrhundert. Wir kennen aus spätrömischer
Zeit die Reste eine Saalkirche im Castrum Rauracense (Kaiseraugst)
und den Namen eines Bischofs Justinianus (343).
Auch nach der Auflösung des römischen Staates bleibt im
Birstal und im Ergolztal eine Restbevölkerung von christlichen
Romanen, die offensicht-lich weiterhin von den Kastelorten Augst und
Basel aus betreut werden, so dass wir mit einer konstanten Pastoration
seit dieser Zeit rechnen dürfen.
In fränkischer und karolingischer Zeit entstehen viele Kirchen,
die den Heiligen Martin oder Peter und Paul geweiht sind, und welche
als Talkirchen zu Mittelpunkten des kirchlichen und religiösen
Lebens werden. Kirchliches Zentrum der damaligen Dekanate Sisgau und
Leimental ist der Bischofssitz in Basel.
Von der Stadt Basel aus, die im 15. Jahrhundert in den Besitz des
Sisgaus (Ergolztal) gekommen ist, verbreiten sich ab 1521 die Gedanken
der Reformation, nach 1525 auch in der Birseck und im Laufental. Erst
Bischof Jakob Christoph Blarer von Wartensee (1557-1608) gelingt es,
sowohl die weltliche Herrschaft als auch den katholischen Glauben
im Birseck und Laufental wieder herzustellen. Arlesheim wird 1678
Sitz des Domkapitels (Dom). Das Ergolztal kommt 1585 endgültig
an die Stadt Basel und bleibt reformiert.
Nach dem Wiener Kongress von 1815 kommt die katholische Birseck zum
Kanton Basel. Eigene Abkommen regeln die kirchlichen Verhältnisse
in den Pfarreien der Birseck (z.B. die Pfarrwahl). Der Stand Basel
tritt 1824 dem neue geschaffenen Bistum Basel bei. Auch nach der Kantons-trennung
von 1833 bleiben diese Verhältnisse zunächst gleich. Erst
mit dem Bevölkerungswachs-tum und der massiven Zuwanderung von
Katholiken aus der Schweiz und aus dem benachbarten Ausland bilden
sich in den bis anhin rein reformierten Orten wieder katholische Gemeinden,
zuerst 1835 in Liestal. Heute sind in allen grösseren Gemeinden
des Kantons auch römisch-katholische Pfarreien mit ihren Kirchen
und Pfarreizentren zu finden. Zur römisch-katholischen Landes-Kirche
gehören 1996 etwa 86 000 Mitglieder. |