Corona: Behördliche Informationen und Hilfsangebote

Verschärfung der Massnahmen ab 18. Januar 2021

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung von gestern Mittwoch, 13. Januar 2021 weitere schweizweite Massnahmen gegen die schnelle Ausbreitung des Covid-19-Virus ergriffen. Die im Dezember beschlossenen Massnahmen werden um fünf Wochen verlängert: Restaurants, Kulturbetriebe, Sportanlagen und Freizeiteinrichtungen bleiben bis Ende Februar geschlossen. Neu gilt ab Montag, 18. Januar: Läden für Güter des nicht-täglichen Bedarfs werden geschlossen, private Veranstaltungen und Menschenansammlungen werden noch mehr eingeschränkt und der Schutz von besonders gefährdeten Personen am Arbeitsplatz wird verstärkt.

Heute hat das Bistum seine FAQ entsprechend angepasst:

FAQs Bistum Basel (Stand 14. Januar 2021)

Bei Massnahmen mit Interpretationsspielraum hat das Bistum die jeweils «strengere» Auslegung gewählt – dies insbesondere aufgrund der sich immer stärker ausbreitenden neuen Virusvarianten. Eine Suche nach möglichen Schlupflöchern wird klar abgelehnt. Auch die Landeskirche vertritt diese Haltung.

Die aus kirchlicher Sicht zentralen Punkte der behördlichen Massnahmen lauten:

  • Veranstaltungen sind weiterhin verboten – ausgenommen sind Gottesdienste und Begräbnisfeiern.
  • Was gilt als Veranstaltung? Wer Personen im öffentlichen Raum an einen bestimmten Ort einlädt, begründet eine Veranstaltung. Das gilt im kirchlichen Umfeld für Pfarreiheime, Vereinslokale u. Ä. Ausnahmen gelten für Arbeitssitzungen mit Angestellten (siehe weiter unten). Ein Gebet oder ein geistlicher Impuls macht aus Veranstaltungen im Pfarreiheim keinen Gottesdienst. Diese werden in den Sakralräumen gefeiert.
  • Für die Durchführung von Gottesdiensten gibt keine zusätzlichen Einschränkungen gegenüber den bestehenden Regeln. Dabei handelt es sich um eine absolute Ausnahmeregelung, die den Kirchen gewährt wird. Es gelten weiterhin die 50-Personen-Regel*, die Einhaltung von Abstand- und Hygiene, die Maskentragepflicht und das Gesangsverbot.
  • Gottesdienste im Freien sind laut Auskunft des BAG erlaubt. Es braucht aber auch hierfür ein Schutzkonzept (Abstand, Maskentragepflicht, Höchstzahl wie bei Gottesdiensten in Innenräumen).
  • Für die einzelnen kirchlichen Feiern verweisen wir auf die FAQ des Bistums.
  • Home-Office: Die Arbeitgeber sind verpflichtet, Home-Office überall dort anzuordnen, wo dies aufgrund der Art der Aktivität möglich und mit verhältnismässigem Aufwand umsetzbar ist. Der Arbeitgeber schuldet den Arbeitnehmer/-innen keine Auslagenentschädigung etwa für Strom- oder Mietkosten, da die Anordnung nur vorübergehend ist.
  • Wo Home-Office nicht oder nur zum Teil möglich ist, werden weitere Massnahmen am Arbeitsplatz erlassen: Neu gilt zum Schutz von Arbeitnehmer/-innen in Innenräumen überall dort eine Maskenpflicht, wo sich mehr als nur eine Person in einem Raum aufhält. Ein grosser Abstand zwischen Arbeitsplätzen im gleichen Raum genügt nicht mehr.
  • Arbeitssitzungen unter Angestellten sind erlaubt. Die Schutzmassnahmen (Abstand, grosser Raum) sind einzuhalten. Neu besteht zusätzlich die Maskentragepflicht, wenn sich mehr als eine Person in einem Raum aufhält. Eine Obergrenze der Sitzungsteilnehmer besteht nicht. Es wird empfohlen, möglichst kleine Arbeitsgruppen zusammenzurufen und auch in grossen Räumen unter zehn Personen zu bleiben, denn der Arbeitgeber muss den Schutz der Gesundheit von besonders gefährdeten Arbeitnehmer/-innen garantieren. Die Arbeitssitzungen werden darum so weit wie möglich reduziert. Eine Entschuldigung aus gesundheitlichen Gründen ist zu akzeptieren (ggf. hybride Sitzung, also mit physischen sowie online Teilnehmenden, durchführen).
  • Koordinationssitzungen, die Angestellte mit Freiwilligen durchführen: Diese sind möglich, wenn die Freiwilligen einen pfarreilichen Auftrag haben, den sie «arbeitsähnlich» ausüben. Hier gilt jedoch - nebst den Schutzmassnahmen - die Obergrenze von fünf Personen.
  • Religionsunterricht/Katechese: Für den Religionsunterricht im Schulhaus gelten die von der Schulleitung angeordneten Massnahmen. Schwierig bleibt die Beurteilung für die ausserschulische Katechese, deren Rahmenbedingungen in den Pfarreien sehr unterschiedlich sind. In Anbetracht der massiven Kontakteinschränkungen, der Vermeidung der Durchmischung von Kindern und Erwachsener verschiedener Haushalte und der hohen Anforderungen an die Schutzkonzepte ist ausserschulische Katechese bis Ende Februar ausgesetzt.
  • Jugendarbeit: Die aktuellen Empfehlungen sowie das Musterschutzkonzept der Jugendfachstellen finden Sie auf der Website der Fachstelle Jugend BL (www.jugend.kathbl.ch)

 

Aktuelle Dokumente und Links:

FAQs Bistum Basel (Stand 14. Januar 2021)

Empfehlungen der Jugendfachstellen des Bistums

Sammlung von Piktogrammen zum Download (BAG)

Website des Bistums


Hilfsangebote

 

Helfen und Hilfe annehmen

 

Überwältigend viele Menschen möchten helfen und einen Beitrag leisten zur Bewältigung der Folgen der Corona-Krise. In den Pfarreien und Gemeinden, bei den Hilfsorganisationen und Vermittlungsplattformen sind zahlreiche sinnvolle und nützliche Projekte und Angebote entstanden. 

 

Hier finden Sie weiterführende Informationen dazu:

 

Ich möchte helfen

 

Ich möchte Hilfe

 

 

Caritas-Lieferdienst für Armutsbetroffene

 

Der Landeskirchenrat hat, unterstützt durch das Bischofsvikariat und den Fachbereich Diakonie des Pastoralen Zentrums Katholisch BL, die Caritas beider Basel beauftragt, ihr bestehendes Angebot auszubauen, um die Versorgung der Armutsbetroffenen im Landkanton sicherzustellen. Konkret werden Produkte aus dem Caritas-Markt in Basel von der Caritas an die Baselbieter Pfarreien geliefert. Die Röm.-kath. Landeskirche BL finanziert den Lieferdienst.
Wichtige Trägerinnen dieses Projekts sind die Pfarreien, die mit ihrer aktiven Unterstützung Armutsbetroffene auf das Angebot aufmerksam machen, sie mit dem Caritas-Markt verlinken und die Verteilung der Güter vor Ort ermöglichen.

Auf der rechten Seite findet sich eine Auflistung der teilnehmenden Pfarreien und Pastoralräumen, wo Sie weitere Informationen über das Projekt finden.

 

Flyer Lieferdienst Caritas