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Kirchenparlament unter neuer Leitung


Am Dienstag, 25. Juni 2019 fand sich die Synode der Röm.-kath. Landeskirche BL zu ihrer ordentlichen Sitzung ein. Béatrix von Sury d’Aspremont aus Reinach wurde einstimmig zur neuen Synodenpräsidentin gewählt. Damit wird das Kirchenparlament erstmals seit 1993 wieder durch eine Frau geleitet.

«In der Unrast schenkst Du Ruh, hauchst in Hitze Kühle zu» - Einleitend las die Regionalverantwortliche Gabriele Tietze Roos, welche kurz vor der Pensionierung steht, gemeinsam mit Synodenpräsident Pascal Ryf-Stocker aus der Pfingstsequenz Veni Sancte Spiritus vor. Diese bittet den Heiligen Geist um Beistand und erin-nert an die Herabkunft des Heiligen Geistes an Pfingsten und an dessen Gaben.

Die vergangene Sitzung fand zum letzten Mal unter der Leitung des Oberwilers Pascal Ryf-Stocker statt, der nach rund fünf Jahren von seinem Amt zurücktritt. Seine stets souveräne und speditive Sitzungsleitung wurde von allen Anwesenden mit grossem Applaus herzlich verdankt.
Die 67 Anwesenden wählten Béatrix von Sury d'Aspremont aus Reinach einstimmig zur neuen Synodenpräsidentin. Sie war zuvor bereits seit rund zehn Jahren als Synodale und seit mehreren Jahren im Büro der Synode aktiv.
Als Ersatz für den nach acht Jahren zurücktretenden Niggi Thurnherr (Arlesheim) wurde Beat Siegfried (Münchenstein) einstimmig gewählt. Dieser ist bereits seit 2013 Mitglied des Büros der Synode. Die beiden entstandenen Vakanzen im Synodenbüro konnten noch nicht besetzt werden.
Als neue Mitglieder der Synode wurden Hanspeter Imhasly (Aesch), Walter Hauser (Allschwil), Georg Hammann (Binningen-Bottmingen) und Samuele Incognito (Oberwil) für den Rest der laufenden Amtsperiode angelobt. Ferner konnte Nicole Schaub (Ettingen) als neues Mitglied in der Prüfungskommission gewonnen werden. Sie ersetzt den Anfang Jahr zurückgetretenen Stefan Fraefel aus Liestal.

Die Jahresrechnung 2018, welche bei einem budgetierten Verlust von CHF 76'000 mit einem Mehraufwand von rund CHF 80'000 schloss, wurde einstimmig verabschiedet.

Ferner sprach das Kirchenparlament zwei Nachtragskredite: Die Übernahme der Beschaffungs- und Einführungskosten durch die Landeskirche für eine neue Mitgliederverwaltungsdatenbank in Höhe von CHF 55'000 wurde nach eingehender Diskussion mit einem Änderungsbegehren grossmehrheitlich gutgeheissen. Dieser räumt den Kirchgemeinden breitere Anpassungsmöglichkeiten bei der an die Datenbank gekoppelten Software ein. Die entsprechenden Anpassungskosten werden von den Kirchgemeinden getragen. Ebenso wurde die Übernahme von Druck- und Grafikosten durch die Landeskirche für die Erstellung einer Imagebroschüre der Landeskirche und der Kirchgemeinden in Höhe von max. CHF 50'000 mit grosser Mehrheit genehmigt.

Eine von Siegfried Bantle (Liestal) eingereichte Interpellation zum Ausgleichsfonds der Landeskirche wurde durch den Landeskirchenrat beantwortet.

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